#irre Tage auf dem 36. Deutschen Evangelischen Kirchentag

Alle zwei Jahre gastiert der Deutsche Evangelische Kirchentag in einer anderen deutschen Stadt. In einer Stadt? Das stimmte dieses mal nicht ganz, denn der Kirchentag 2017 war parallel in mehreren Städten. Unter anderem in Berlin, Wittenberg, Magdeburg und vielen mehr. Und das machte es zu einem ganz besonderen Kirchentag im Reformationsjahr.

Für viele Pfadfinderinnen und Pfadfinder ist der Kirchentag ein fixer Termin im Jahreskalender. Auch für mich war er dieses Mal dick im Kalender markiert. Ich hab mich, nach einigen Jahren Pause, wieder entschieden bei einem Kirchentag mitzuarbeiten. Aber warum nur normale Helferdienste mache, wenn man direkt weiter oben einsteigen kann? Auf dem Kirchentag war ich zuständig für die Helfendenmedien. Helfendenmedien? Früher war das nur die Helferdepesche, aber nun sind wir crossmedial. Soll heißen wir haben in der Woche auf allen Kanälen (Facebook, Flickr, Instagram, Snapchat, Twitter, Blog usw.) präsentiert, was es bedeutet Helferin und Helfer auf dem Kirchentag zu sein.

Ich habe mich mit Patrick aus dem VCP Gau Saar zusammengetan und wir haben gemeinsam die Helfendenmedien-Redaktion geleitet. Insgesamt waren wir etwa zwölf Personen in einem bunt gemischten Team. Mit Smartphone und Kamera ausgestattet waren wir auf dem Kirchentag unterwegs und haben geschaut, was Helfende beim Kirchentag schönes erleben, wie sie ihren Helferdienst verbringen und diese Geschichten dann über Social Media geteilt. Es waren schöne Tage und der nächste Einsatz in Dortmund ist bereits fest eingeplant. Vielleicht hat jemand aus dem Freundeskreis ja auch mal wieder Lust Kirchentagsluft zu schnuppern? Es ist ein Idealer Ort für “alte Säcke” sich noch einzubringen!

Waldweihnacht 2017

Am 23. Dezember 2017 fand die Waldweihnacht, die gemeinsame Weihnachtsfeier des VCP-INGELHEIM-FREUNDESKREIS e.V. und der aktiven Stammesgruppen statt. In diesem Jahr wurde eine Friedenslicht-Andacht in der Burgkirche abgehalten. Im Anschluss wurden im Pfadfinderheim einige aktuelle Lagerbilder gezeigt. Bei Tschai und Plätzchen fand dann noch ein Singeabend statt. Auch wurde ein Pfadfinder in die Erwachsenenstufe aufgenommen.

Landeslager zum Thema Hanse

Das Highlight der diesjährigen Lagersaison führte unseren Stamm Mitte Juli auf den VCP Bundeszeltplatz nach Großzerlang.

Das Landeslager, welches alle 4 Jahre stattfindet und vom VCP Hessen für alle Stämme des Bundeslandes (auch unser Stamm gehört traditionell dazu) organisiert wird, stand in diesem Jahr unter dem Motto „Hanse“. Der Zeltplatz lag sehr schön direkt am See, so dass Schwimmen gleich mehrmals täglich auf dem Programm stand.

Die Anreise erfolgte gemeinsam mit einem Sonderzug der Deutschen Bahn, der an verschiedenen hessischen Bahnhöfen immer neue Kinder und Jugendliche einlud, bepackt mit Rucksack und Sonnenhut, Gitarre und Liederbuch – Handys mussten zuhause bleiben, aber ehrlich gesagt vermisst dies niemand während des Lagers.

So richtig „Urlaub“ wird es auf dem Zeltplatz erst, wenn am zweiten Tag alle Kothen und Jurten stehen und das Programm zu startet. Dann gibt es Geländespiele, Andachten, Singeabende in der Musikjurte oder natürlich den Hajk. Während des Hajks wandern die einzelnen Sippen und Roverrunden auf verschiedenen Routen durch das Umland, nehmen alles notwendige auf dem Rücken mit und müssen sich selbst um einen Schlafplatz am Abend bemühen. Unsere Sippe Bienenfresser -alles Jungs um die 11-12 Jahre mit ihrem 17-Jährigen Gruppenleiter- wurden von einer Familie herzlich eingeladen, nicht nur im Garten das Zelt aufzuschlagen, sondern auch sich mit an den Familientisch zu einem üppigen Abendessen zu setzen. Und es ist genau diese Erfahrung von spontaner Gastlichkeit und Offenheit dem unbekannten Wanderer gegenüber, die das Hajken zu einer so wertvollen Erfahrung für Pfadfinderinnen und Pfadfinder macht.

 

Einen tollen Artikel über das Lagerleben am Landeslager hat auch die Märkische Allgemeine veröffentlicht: http://www.maz-online.de/Lokales/Ostprignitz-Ruppin/Ein-Bund-fuers-Leben

Rückblick: Das 60. Jubliäum des Stamms Ottheinrich von der Pfalz

Allen, die an dem Wochenende vom 2. bis 3. Juli 2016 im Pfadfinderheim in der Ringgasse mit dabei waren, klingen noch viele Eindrücke nach: die ausgelassene Stimmung an beiden Tagen, die Annäherung zwischen den derzeit Aktiven und den „wirklich ehemaligen“ Pfadfindern, die sich zahlreich zu diesem Stammesjubiläum eingefunden hatten und in aufgeregt neugieriger Stimmung „ihr” altes Pfadiheim betraten, wo sie in den 60er bis 90er Jahren des letzten Jahrtausends als Mitglieder z.B. der „Rotte Reiher” oder der „Sippe Bussard” zu ihren wöchentlichen Gruppenstunden kamen. Mit Erstaunen wurde z.B. ein von einer ehemaligen Sippe gebautes und nun wieder hervorgeholtes altes Modell des Pfadfinderheims wiedererkannt.

Andere berichteten vom Bau der Bar im Roverräumchen und dass es keineswegs immer einfach war, die “Gründungsväter” des Stammes Ottheinrich von der Pfalz – bei allem gebührenden Respekt – vom Wunsch nach Neuem und mehr Eigenverantwortung für die junge Führungsrunde zu überzeugen. Auch bei den Pfadfindern spiegelten sich die gesellschaftlichen Konflikte der 60er Jahre im Spannungsfeld konservativer Weltanschauungen und den berechtigten Träumen der Mädchen und Jungen von einer offeneren Gesellschaft wider, von einem Miteinander der Generationen und Geschlechter auf Augenhöhe, von mehr Freiheit für junge Menschen, auch innerhalb der Deutschen Jugendverbände.

So sind wir unseren Vorgängern heute im Jahr 2016 dankbar, dass sie – was sehr typisch für Pfadfinder ist – neue Wege gesucht und die Herausforderung nicht gescheut haben, die Welt positiv mitzugestalten. Auch wir heutigen Gruppenleiter und Führungsrundenmitglieder bekamen viel Lob und Anerkennung dafür, dass wir uns mit augenscheinlichem Erfolg bemüht haben, die „Lust am Pfadfinden” auch in unserem Jahrzehnt bei vielen Kindern und Jugendlichen zu wecken und bis heute zu erhalten, die im Pfadfindersein eine Alternative zur medialen und digitalen Reizüberflutung unserer Zeit finden. Am Samstagabend standen und saßen überall Grüppchen plaudernder Pfadis aus unserem und befreundeten Stämmen bei entspannter Live-Musik zusammen, ehemalige Sippenleiter/innen trafen auf ihre Sipplinge, die heute selbst ihre Kinder wieder im Stamm Ottheinrich von der Pfalz beim VCP angemeldet haben. Es wurde bei der Nostalgie-Bilderschau über die schlimmen Frisuren der 80er Jahre viel gelacht, Bratwurst und Getränke gingen reichlich über den Tresen, und schließlich passte auch der Sieg der deutschen Fußballnationalmanschaft im EM-Viertelfinale über Italien zur sehr ausgelassenen Stimmung im und ums Heim! Kurz nach Mitternacht standen alle zusammen im Licht der Fackeln um das Lagerfeuer und erlebten nach einer kurzen Andacht die Ehrung aktiver Ehemaliger, die in besondere Anerkennung ihrer Leistungen für die Ingelheimer Pfadfinderschaft vor dem Stammesbanner das blau-lila Halstuch verliehen bekamen, zu den Klängen des alten Bundesliedes „Allzeit bereit”.

Am Sonntag hatte Pfarrerin Beck die ganze Burgkirchengemeinde zu einem Freiluftgottesdienst auf unser Heimgelände eingeladen. Fragen des Sich-Orientierens, des Pfadefindens waren das Thema des mit einigen Pfadfinderinnen vorbereiteten Gottesdienstes. Dies wurde durch einen vor dem Altar ausgelegtes Labyrinth aus Seilen verdeutlicht, das im Zentrum das Licht als Kraftquelle hatte. Nach derlei schönen Gleichnissen auf das Leben folgten herzliche und persönliche Grußworte u.a. durch Oberbürgermeister Claus als Vertreter der Stadt Ingelheim, der selbst ein sehr aktiver Pfadfinder gewesen ist, sowie auch durch Vertreter der VCPLandeszentrale und der VCP-Bundesleitung. Hieran schloß sich der Familientag unserer Jubiläumsveranstaltung an, an dem nun auch Eltern und Geschwisterkinder der Aktiven teilnahmen mit Chilli aus dem Hordentopf, Stockbrot am Lagerfeuer und einer Bilderpräsentation der letzten Lager, so dass auch die Eltern einmal sehen konnten, wieviel Spass ihre Kinder trotz manchem Komfortverzicht auf so einem Pfadfinderlager haben können! Ein Highlight war auch die Tombola mit vielen originellen Sachspenden der Ingelheimer Geschäftswelt, wofür wir an dieser Stelle ebenso herzlich danken möchten. Überhaupt gilt es, allen Beteiligten dieses Jubiläums, die uns in mannigfaltiger Weise tatkräftig unterstützen, Dank zu sagen. Nicht zuletzt durch das großzügige Sponsoring unserer Festschrift und spontane Zuwendungen während der Jubiläumsfeier, und auch den großen Einsatz unserer Freundeskreismitglieder wäre es nie eine so schöne und würdige Veranstaltung geworden! Unsere Stammesführung bedankte sich auch ausdrücklich bei allen Eltern, die uns in der Vergangenheit ebenso wie heute ihre Kinder anvertrauen und uns immer unterstützen. Es scheint sich dennoch zu lohnen: ein jeder der anwesenden Ehemaligen betonte die besondere Bedeutung der aktiven Zeit als Pfadfinderin oder Pfadfinder in unserem Stamm für das eigeneLeben als Quelle des Selbstvertrauens und der positiven Erinnerungen. Gibt es ein schöneres Kompliment für unsere Jugendarbeit? In unserer Festschrift lassen sich noch viele informative und unterhaltsame Details zur Geschichte des Stammes Ottheinrich von der Pfalz nachlesen.

Gut Pfad!

Text: Coralie Kodron

Mitgliederversammlung 2013

Liebe Freunde des Stammes Ottheinrich von der Pfalz,

am 23.11.2013 findet um 14 Uhr die diesjährige Mitgliederversammlung des VCP-Ingelheim-Freundeskreis e.V. statt. Hierzu seit Ihr alle herzlich eingeladen. Stattfinden wird es im Gemeindehaus der Burgkirche.

Im Anschluss findet um 15 Uhr das Stammesthing statt, zu dem Ihr auch alle eingeladen seit.

Gut Pfad
Niklas